Das Vermächtnis der Engelssteine – Sivan & Gabe 2

Wie versprochen hier der zweite Teil des Crossovers von „Tochter der Träume“ und „Das Vermächtnis der Engelssteine“. Jetzt wird es ernst! Viel Spaß dabei 🙂

[Hauptquartier der Todesengel, Trainingsraum. Ein trüber Samstagabend (das mit dem Macarena hat leider nicht geklappt, da Tarin nicht tanzen kann). Die Todesengel sind dem Kampfeslärm begeistert gefolgt.]

Sivan (wirft einen prüfenden Blick auf das am Rand stehende Publikum, zieht seine Schwerter): Ich wäre bereit.

Gabe (schnaubt laut): Wir sind hier doch nicht im Mittelalter. Hier wird nicht mit Schwertern gekämpft!

Sivan (hebt eine Augenbraue): Sondern?

Gabe (zieht einen Diamantdolch)

Sivan (lächelt diabolisch): Ah. Damit habe ich auch einmal angefangen.

Gabe (macht Anstalten, auf ihn loszugehen)

Belao: Leute! Heute wird nicht getötet, das soll ein Übungskampf werden! Ohne Waffen und ohne Fähigkeiten.

Tryn (stürzt nach vorn und will nach den Waffen greifen): Ich halte das. Ich hab schon immer gesagt, dass Todesengel mit Schwertern kämpfen sollten!

Sivan (gibt ihr widerstrebend seine Waffen): Dieses Mädchen gefällt mir.

Gabe: Natürlich tut sie das, sie ist eine Katzenliebhaberin!

Sivan (hebt auch die andere Augenbraue und atmet tief ein)

Belao (geht in die Mitte): Manchmal wundert es mich nicht, dass die Engel uns umbringen wollen. Sie müssen Gabe getroffen haben.

Gabe: Komplimente kannst du mir später machen. Fangen wir an, oder was?

Sivan (verschränkt die Arme vor der Brust): Wann immer du es möchtest.

Gabe (verschränkt die Arme vor der Brust): Na, dann komm mal her, mein Kätzchen. Wenn du brav bist, kriegst du ein Wollknäul.

(beide bleiben stehen und sehen sich an)

Belao: Ich wusste, da war ein Fehler bei dem Ganzen. Jungs, ihr könnt nicht beide ewig stehen bleiben, bis der andere kommt.

Gabe (seufzt): Was soll’s. (lässt seine Knöchel knacken, rennt auf Sivan zu)

[Sivan geht in die Knie, Gabe stoppt vor ihm und hebt den Arm, Sivan blockt den Schlag ab und tritt ihm in die Kniekehle, Gabe legt ihm die Hand in den Nacken und sendet einen Kraftschlag, bevor er fällt]

Sivan (runzelt die Stirn): Sollte das wehtun?
Gabe (greift nach seinem Bein, sendet einen stärkeren Kraftschlag): Wie ich sehe, muss ich dich nicht schonen!

Sivan (lacht leise, als Gabe wieder aufspringt): Ich dich wohl auch nicht. (schlägt erneut nach ihm)

Gabe (greift nach seinem Arm und legt fast seine ganze Energie in den Kraftschlag)

Sivan (knurrt leise, sinkt auf ein Knie): Und auch hier legst du die Regeln aus, wie sie dir gefallen. (seine Augen beginnen, gelb zu glühen) Soll ich jetzt UNO rufen?

Gabe (lacht, geht etwas zurück): Du darfst es auch schnurren, wenn du möchtest!

Sivan (springt auf, streckt die Arme vom Körper, an seinen Händen erscheinen lange Krallen): Wie wäre es, wenn ich erst einmal dafür sorge, dass du nie wieder irgendetwas sagst?

Belao (seufzt): Ach, das haben schon so viele versucht …

[Gabe und Sivan gehen drohend aufeinander zu, die Tür schlägt auf]

Ella (sendet ihren Schild aus und stößt beide gleichzeitig gegen die Wand): Gabe! Ich hab dir doch gesagt du sollst aufhören, andere Leute sexuell zu belästigen!

Leyna (kommt hinter ihr in den Trainingsraum): Soviel dazu, seine Kräfte nur dann zu nutzen, wenn es nötig ist …

Gabe (reibt sich stöhnend die Stirn): Seit wann kannst du denn zielen?

Sivan (die Krallen verschwinden): Es war nötig. Glaube mir.

Ella: Er hat höchstwahrscheinlich Recht. Gabe löst Dinge in einem aus …

Leyna (schüttelt ungläubig den Kopf): Vielleicht sollte er mir zeigen, wie er das geschafft hat.

Gabe (grinst): Oh, das war ganz einfach. Du musst sein Fell nur in die entgegengesetzte Richtung bürsten und dann …

Sivan (knurrt laut, seine Augen beginnen intensiv zu glühen –)

[Gabes und Sivans Blick wird starr, sie lassen den Kopf auf die Brust sinken und scheinen zu schlafen.]

Leyna (lässt den Arm sinken und verdreht die Augen): Entschuldigt. Ich dachte, ein Nahdrin hier unten könnte …

Ella: Oh mein Gott! Das musst du mir unbedingt zeigen!

Leyna (lacht): Das könnte schwierig werden. (erlöst Gabe und Sivan mit einer Handbewegung aus dem Traum)

Sivan (reibt sich mit düsterer Miene die Schläfen)

Gabe (sieht Leyna böse an, wirft die Hände über den Kopf): UNO! (verlässt den Raum)

[Leyna und Ella werfen sich einen fragenden Blick zu]

Leyna: Uno?

Tarin (steckt den Kopf zur Tür herein): Uno? Wer hat gewonnen?

***

Na, wer hätte eurer Meinung nach gewonnen?

Wenn Gabe und Ella euch jetzt so richtig angefixt haben (wie mich damals), könnt ihr ihre gesamte Geschichte, von der bisher Teil 1 und 2 erschienen sind, hier bestellen. Saskia freut sich immer über einen Besuch auf ihrer Facebook-Seite, auf ihrem Blog, oder auch über eine persönliche Nachricht 🙂

Bluthund – Sivan & Falkoth

Bluthund Cover + KT.jpg
„Bluthund“ von Julia Lalena Stöcken

Im Rahmen einer Valentinstags-Aktion sind Sivan und Falkoth aus „Bluthund“ von Julia Lalena Stöcken aufeinandergetroffen. Gemeinsam mit der Bloggerin Michelle möchten sie … etwas Passendes vorbereiten. Viel Spaß dabei 😀

Langsam erhebt sich die warme Frühlingssonne über die hohen Baumwipfel. Der Tag ist noch jung, und doch sind unsere Lieblingsprotagonisten schon mit den Nerven am Ende. Denn der Valentinstag steht vor der Tür und sie haben sich vorgenommen, etwas ganz Besonderes zu machen – wenn sie schon in einer anderen Zeit gelandet sind, muss das doch genutzt werden! Da die beiden aber nicht so viel Erfahrung in Sachen Romantik haben … *hust* … hat ihnen eine liebe Freundin ihre Hilfe angeboten. Unabhängig voneinander. Na so ein Mist.

Schauplatz: Eine weite Lichtung im dichten Wald, unweit vom Standpunkt der sagenumwogenen Zeitmaschine. Abgelegen, ruhig, sonnig, romantisch … da fehlt ja eigentlich nur noch das Streichorchester. Nicht wahr?

Sivan: *steht mit verschränkten Armen noch im Schatten der Bäume verborgen und besieht sich diesen wundersamen Ort missmutig. Schüttelt seufzend den Kopf, sieht der Sonne entgegen – ist natürlich pünktlich.*
„Warum, in aller Götter Namen, habe ich mich nur darauf eingelassen …“

Falkoth: *tritt auf die Lichtung*
„Bin ich etwa als erstes hier?“
*Sieht sich um*
„Wo bleibt dieses Weib?“

Sivan:*tritt im selben Moment aus dem Schatten hervor und erstarrt*
„Was zum …“ *mustert Falkoth abschätzend und hebt eine Augenbraue*

Falkoth: *fährt herum*
„Was zum …“
*mustert Sivan abschätzend und hebt eine Augenbraue*

Sivan: *runzelt die Stirn, das ist schließlich sein Move! und verschränkt die Arme vor der Brust. Beschließt, konstruktiv zu schweigen* 

Falkoth: „Was willst du hier, Kerl?“
*verengt die Augen*
„Oder bist du etwa Michelle?“
*verzieht spöttisch die Lippen*
Zu sich selbst: „Ah, ich sollte mich nicht auf solche geheimen Treffen einlassen – nie kommt da etwas Gutes bei heraus …“

Sivan: „Kerl?“
*betrachtet den anderen mit ungerührtem Blick*
„Wenn dort, wo du herausgekrochen bist, ‚Michelle‘ als Männername gilt, kehre lieber schnell wieder dorthin zurück. Vielleicht bringt man dir da auch noch bei, dir gewisse unpassende Bemerkungen zu verkneifen. Das könnte schließlich ungut ausgehen.“
Zu sich selbst: „Was will dieser Kerl denn von Michelle? Ach, hätte ich das Ganze doch gelassen …“

*Falkoth: *sein Mundwinkel zuckt, wie von selbst gleitet seine Hand zum Heft seines Schwerts*
„Pass auf was du sagst, sonst schneide ich dir gleich mal einen aussagekräftigeren Ausdruck ins Gesicht, mein Freund!“

Sivan: *hebt die Arme und umfasst die Griffe seiner Doppelschwerter*
„Na komm, mein Kleiner, schau, wie weit du kommst …“

Michelle: *kommt langsam den Hügel hochgekrochen mit ihren zwei Körben gefüllt mit Dekorationszeug*
„Ach herrjeh, ihr seid ja schon da! Willkommen, willkommen in unserem heimischen Wald.“
*bekommt große Augen*
Oh toll, ihr habt eure Schwerter dabei, die können wir später sicher gut gebrauchen, um die Äste zurückzuschneiden. Aber ihr wisst sicherlich, dass es hier nicht erlaubt ist, mit Schwertern und Waffen aufeinander los zu gehen, wir wollen das Fest der LIEBE vorbereiten, nicht das Fest des Mordes !“

Falkoth: *wollte gerade die Klinge ziehen und seufzt enttäuscht*

Sivan:*tritt enttäuscht einen Schritt zurück, kann sich aber zum Glück gleich auf seine Wut konzentrieren* „Wir?“ *mustert Michelle ausdruckslos*

Falkoth: „Heißt das, du hast den Kerl da auch eingeladen?“ *zieht eine Grimasse*

Michelle: *denkt sich: „Na, da hab ich ja zwei stattliche Herrn zur Hilfe bekommen. Und gleich so voller Tatendrang.“*
„Ja, wir ! Und ja, ich habe euch beide eingeladen, darum sind es ja auch zwei Kisten.“
*drückt gleich mal Falkoth eine in die Hand und die Andere bekommt Sivan vor die Brust gedrückt*
„Ich bin übrigens Michelle und wie ich sehe, habt ihr euch schon bekannt gemacht. Da ihr ja nun gut bekannt seid, könnt ihr sicherlich auch als Team super zusammenarbeiten.“
*schaut die beiden abwechselnd aber durchbohrend an*
„Auf der einen Seite müssen wir diese Lichtung mit Lichterketten und Herzballons schmücken. Auf der anderen brauche ich die Girlanden und Lampions.“

Sivan: *greift reflexartig in die Kiste, blinzelt einige Male und wirft einen ungläubigen Blick auf den Inhalt*
„Team.“
*ist der Meinung, nicht mehr dazu sagen zu müssen und mustert Falkoth noch einmal*

Falkoth: *starrt auf eine endloslange rote Papierherzchenkette und knurrt leise*
Und das soll einer Frau gefallen?“
*beobachtet verstohlen Sivans Reaktion auf den Inhalt der Kiste*
Also schön …“

Michelle: *lächelt* „Oh ja, in unserer Zeit und hier mögen wir Frauen das.“

Sivan: *greift mit einer Hand unter die Kiste und hebt mit spitzen Fingern einen rosafarbenen Lampion heraus, traut seinen Augen kaum und sieht kurz zu Falkoth*
„Richtig. Also schön …“

Michelle: *Nimmt einen Lampion heraus und faltet ihn auseinander*
„Schaut, das wird wie eine Kugel und da kommt dann ein Licht rein, aber vorher müssen wir sie da oben an den Ästen des Baumes befestigen. Und dazu brauch ich euch, denn leider war keine Leiter aufzufinden.“
*seufzt*

Falkoth: „Also …“
*dehnt das Wort in die Länge und nickt Sivan kaum merklich zu*

Sivan: „Also …“ *neigt den Kopf zur Seite und erwidert Falkoths Blick*

Falkoth: „Wir könnten sicherlich eine Leiter auftreiben … oder, Sivan?“

Sivan: *nickt langsam und äußerst zuversichtlich* 
„Eine Leiter. Sicher. Zu dritt werden wir viel … schneller sein.“

Falkoth: *verengt die Augen*
„Oder zu zweit. Dann kann Michelle hier schon alles vorbereiten … so wie Frauen es mögen.“

Michelle: *schaut verwirrt von einem zum anderen*
„Ihr wisst aber, was eine Leiter ist, oder?“

Falkoth: *Selbstredend.*
„In meiner Zeit gibt es vortreffliche Leitern.“
*grinst höhnisch*

Michelle: *schaut skeptisch und murmelt: Ich bin mir nicht sicher ob wir beide gerade von derselben Art Leiter reden*
„Ich meine eine Holzleiter, aus Stöcken gefertigt, zum an den Baum lehnen und hochklettern.“

Sivan: *kann sich ein Grinsen nicht verkneifen*
„Danke für die Erklärung. Ich für meinen Teil kam bisher auch sehr gut ohne eine … Leiter aus.“

 Falkoth: *spannt die Muskeln an, zieht geräuschvoll Luft in seine Nase*
„Ich weiß sehr wohl, wie eine Leiter aussieht, Mädchen.“

Michelle: „Okay, bevor wir nun noch lange reden, sollten wir die Dekoration befestigen.“
*schnappt sich ein paar Girlanden zieht sie auseinander und drückt ein Ende Sivan in die Hand und das andere Falkoth.*
„Geht bitte an die zwei Bäume da und befestigt mir das dort. Danke!“

Falkoth: *stapft zum nächsten Baum und knüllt das Ende der Girlande in eine Astgabel*
„Ich bin fertig.“

 Sivan: *tut es Falkoth gleich, geht zu Michelle zurück*
„Und dafür bin ich tatsächlich hierhergekommen …“

Falkoth: *lächelt schwach* „Nun, sie hätte es nicht ohne uns geschafft.“

Michelle: „Ach du lieber Himmel … das lief nicht ganz so wie gedacht, ihr habt es ja kaputt gemacht!!“
*nimmt die nächste Girlande raus und nimmt eine Schlaufe und hängt sie an einen Ast und geht mit dem anderen Ende zu einem anderen Ast*
„So sollte das eigentlich am Ende aussehen.“

Falkoth: *überhört Michelle und klopft Sivan auf die Schulter*
„Gut, dass wir ihr helfen konnten, jetzt lass uns irgendwo was trinken gehen.“

Sivan: *schaut kurz skeptisch auf die Hand und hebt dann die Schultern*
„Richtig, wir haben gute Arbeit geleistet. Den Rest schaffst du doch sicher allein, Michelle, das wäre wunderbar …“

Michelle: *setzt sich an einen Baum und starrt auf die Kisten*
„Ich glaube morgen ist ein langer Tag für mich.“
*ruft den beiden ironisch hinterher:* „Hey Jungs wollt ihr ein Bier ? Ich glaub, das habt ihr euch verdient.“

Falkoth: *wendet sich an Sivan*
„Du kennst dich doch hier aus, oder?“

Michelle:  „Ja, den Rest schaff ich allein.“ *flüstert leise vor sich hin*  „Ich glaube, dann bin ich eh schneller fertig als mit euch beiden!“

Sivan: „Natürlich. Ich rie… weiß, wo wir was Ordentliches bekommen.“

Falkoth: *grinst* „Du gefällst mir immer besser, Sivan!“

Falkoth: „Bis bald, Michelle“ *hebt die Hand zum Gruß* „Wenn du mal wieder Hilfe brauchst-“ *bricht ab* „nein, lieber nicht.“

Michelle: *denkt sich: „Danke für die nicht vorhandene Hilfe und …“
„Kommt ja gut heim..! “ *hoffentlich schnell… *

Sivan: *nickt Michelle kurz zu*
„Du hast uns wirklich … ach was. Lassen wir diesen ganzen Mist. In Mirandor interessiert das niemanden..“

Falkoth: „Meine Rede, Sivan, in meiner Zeit wird das anders gehandhabt.“

Michelle: *gönnt sich nun erst mal gemütlich etwas zu trinken, stellt sich leise Musik an und bringt wenigstens noch einen Teil der Deko an die Bäume an.*
„Den Rest schaff ich irgendwie morgen.“
*murmelt vor sich hin und ruft dann den beiden hinterher*
„Übrigens, Jungs! Zur Schänke geht’s Links den Berg runter! Da, wo der Metallhaufen ist, einfach rein da, ist zwar etwas eng  .. aber wenn ihr nacheinander rein geht, wirds schon klappen.“
*rennt ihnen hinterher um sie wieder sicher in ihre Bücher zurück zu schicken*

***

Neugierig geworden? Den „Bluthund“ könnt ihr hier bestellen, ich kann euch nur sagen: es lohnt sich! Schaut doch auch mal auf Julias Facebook-Seite vorbei 🙂

Das Vermächtnis der Engelssteine – Sivan & Gabe 1

Engelssteine Cover + KT
„Das Vermächtnis der Engelssteine – Blutopal“ von Saskia Louis

Was passiert, wenn die Charaktere aus „Tochter der Träume“ in unsere heutige Welt reisen … und dort auf die Todesengel aus „Das Vermächtnis der Engelssteine“ von Saskia Louis treffen? Lest selbst und findet es heraus … viel Spaß! 🙂

[Quartier der Todesengel, Akashas Büro. Ein trüber Samstagnachmittag. Die Gäste aus Mirandor sollen etwas Menschliches lernen.]

Gabe (lehnt sich im Stuhl zurück und verschränkt die Hände im Nacken): Pokern ist ganz simpel. Du hast zwei Karten und kombinierst sie mit den anderen auf dem Tisch. Wenn du zwei rote und drei schwarze Karten hast musst du „UNO!“ rufen und gewinnst das Spiel.

Tarin (greift nach einem der Chips und dreht ihn in der Hand): Und wozu haben wir diese bunten Teile?

Gabe: Damit darfst du die anderen abwerfen, wenn du gewinnst.

Sivan (beginnt zu lächeln und sieht zu Gabe): Wie fest darf ich denn werfen?

Gabe (grinst ihn an): Versuch erstmal, mich zu treffen, alter Mann.

Belao (schlägt sich eine Hand über die Augen): Gabe, hör auf so einen Mist zu erzählen. Wir wollen nur spielen!

Gabe (erklärt seufzend die richtigen Regeln): Tarin, du fängst an.

Tarin (hat nicht zugehört, sondern die Bücherregale angestarrt): Sollten die Todesengel nicht eigentlich böse sein?

Gabe (verdreht die Augen): Wir sind böse. Ich gerade zumindest. Und sollten Priester nicht eigentlich enthaltsam leben?

Sivan: Gehört das Reden zum Spiel? Wenn nicht, sehe ich schwarz für dich.

Belao (haut auf die Tischplatte): Leute! Ich hab sonst nie frei, versaut mir nicht meinen Abend! (Teilt die Karten aus) Small Blind 20. Big Blind 40. Setzen!

Tarin (runzelt die Stirn): Wir sitzen doch schon.

Sivan (leise lächelnd): Er möchte, dass du deinen ersten Chip nach ihm wirfst.

Tarin (greift nach einem roten Chip): Das Spiel kommt mir seltsam vor. (wirft ihn)

Gabe (fängt den Chip): Unsere Welt, unsere Regel. Danke, das ist dann mein Blind.

Belao (stütz den Kopf in die Hände): Wir hätten die Mädels nicht wegschicken sollen. Die haben euch immerhin unter Kontrolle.

Sivan und Gabe (heben gleichzeitig eine Augenbraue)

Tarin (lacht und wirft einen Chip nach Sivan): Können wir jetzt anfangen? Ich will dieses UNO!

Sivan (legt den Chip von Tarin nach vorn und nimmt seine Karten hoch): Und ich will das hier schnell hinter mich bringen.

Gabe (nimmt seine Karten): Ich bin ganz deiner Meinung. Manche von uns brauchen vielleicht noch ihren Auslauf. Oder müssen hinterm Ohr gekrault werden.

Sivan (sieht ihn spöttisch an): Manche von uns sollten wissen, wann sie den Mund halten sollten.

Gabe: Ehrlich mal, Lao.

Belao (deckt kopfschüttelnd die ersten drei Karten auf): Oh, das wird nichts werden.

Tarin (beugt sich zu Sivan hinüber): Sivan! Wie unfair, du hast einen UNO! Du musst deine Chips nach ihm werfen!

Sivan (sieht Tarin ausdruckslos an): Das darfst du gern übernehmen, wenn du möchtest. Ich hole das später mit etwas anderem nach. Wenn ich meinen … Auslauf hatte.

Tarin (nimmt einen Stapel Chips in die Hand und wirft sie in die Luft)

Gabe (lächelt): Ich rufe Ella an, damit sie Leyna herschickt. Vielleicht hält sie ja deine Leine.

Sivan: Ich hätte eine gute Idee, wie wir uns bis dahin die Zeit vertreiben können.

Belao (stöhnt): WIR TANZEN DEN MACARENA!

***

Das war Teil 1 dieses Crossovers – Teil 2 folgt bald!
Neugierig geworden? „Das Vermächtnis der Engelssteine – Blutopal“ ist Teil 1 der Reihe und zum Beispiel hier bestellbar 🙂
Schaut doch auch mal auf Saskias Blog vorbei.

Verflixte Flüche – Tarin & Niko

Voll verschlafen Cover + KT.jpg
„Verflixte Flüche – Voll verschlafen“ von Julia Bohndorf

Die Charaktere aus „Verflixte Flüche 2 – Voll verzwickt“ von Julia Bohndorf haben den Weg nach Mirandor gefunden. Niko und das schokoladensüchtige Eichhörnchen Jens treffen in Onamdra auf Tarin und Urs – aber lest selbst 😀

Das Eichhörnchen Jens stürzte sich quietschend von der Rückenlehne des Sofas auf Nikos Schulter. Der junge Mann zuckte vor Schreck zusammen und verlor den Cookie aus der Hand. Der Nager presste die Hinterbeinchen in sein T-Shirt und die Haut darun-ter, katapultierte sich im hohen Bogen hinter dem Gebäckstück her und jauchzte be-geistert. Auch Niko sprang auf und beide hechteten über Henriettes Wohnzimmertisch. Sie fegten die Tasse, einen Dekoschwan und ein buntes Windlicht auf den Teppich. Es klirrte und polterte, während das Nagetier und der junge Mann auf den Keks zurobbten.
„Was ist denn …“, fragte die weise Frau angespannt und erschien im Türrahmen der Küche. Ihr Blick verdüsterte sich und sie verschränkte die Arme vor der Brust.
Jens erreichte den Cookie zuerst, doch als er ihn endlich mit beiden Pfötchen berühr-te, packte Niko ihn am buschigen Schwanz. Sofort setzte das Eichhörnchen zur Ge-genwehr an, verlor dabei das Objekt seiner Begierde und trat mit den Beinen nach den Fingern des Verfolgers.
„Raus aus meinem Haus!“, rief Henriette verärgert. „Am besten verschwindet ihr dorthin, wo das Sonnenkraut wächst!“ Sie vollzog eine schwungvolle Handbewegung, während der andere Arm Richtung Tür deutete. Dabei stoben grüne Funken auf und eine über-mächtige Macht zerrte an den beiden und schleuderte sie auf einen roten Platz, umringt von bunten Blumen, unzähligen Marktständen und unmittelbar vor die Füße eines blon-den Mannes.
„Urs, lass das liegen! Das hatten wir doch schon, du musst die Sachen kaufen!“
„Jaja, schon klar. Kaufen, kaufen, kaufen. Laangweilig, dauert viel zu lang. Nein, lass … Lass mich los! Elender Priester!“ „Wir gehen jetzt zurück, Urs. Wir haben alles und … Huch!“ Tarin hielt mitten in der Bewegung inne und sah überrascht zu Niko herab. „Ent-schuldigt! Ich habe Euch gar nicht gesehen … Seid Ihr verletzt?“ Sofort beugte er sich vor und streckte dem seltsam gekleideten Mann eine Hand hin. „Ach, lass den doch. Fallen tun die hier alle dauernd. Kauf mir lieber noch eine von diesen süßen kleinen Kugeln da hinten, wenn du schon bezahlen willst und …“
„Pscht“, zischte der Blonde mit einem deutlich gezwungenen Lächeln. „Er sieht dich doch nicht …“
Niko sah auf und hob eine Augenbraue, während ihm Jens` Schwänzchen entglitt. Der Nager flitzte über das buckelige Pflaster auf die Lederhose des Fremden zu und kletterte daran empor. Der orientierungslose Mann stand auf und sah dabei zu, wie Jens auf der Schulter des Unbekannten Platz nahm und wild mit den Pfötchen gestiku-lierte. Sein Fiepen klang aufgeregt und Niko hob eine weitere Braue. „Hallo, ich bin Niko und das Eichhörnchen dort hat keine Tollwut, auch wenn es danach aussieht und sich erst recht so anhört.“
Mit einem nicht zu überhörenden Kreischen sprang Urs auf die kurzen Beine und brach-te seinen knallroten, felligen Körper in die Luft. „Hey, hey, hey, was soll denn das? Nimm das Ding weg!“ Auch in Tarins Blick standen gemischte Gefühle, doch bei ihm überwog eindeutig die Neugierde.
„Eichhörnchen?“, wiederholte er und streckte zögerlich einen Finger nach dem Fell aus, dessen Farbe sich kaum von der seiner Hose unterschied. Solch ein Wesen hatte er hier in Mirandor noch nie gesehen.
„Ja, Eich-hörn-chen“, sagte Niko besonders langsam und schaute zwischen dem Na-menlosen und Jens hin und her. „Ähm, ich geb dir einen guten Rat: Ignorier den Nager nicht. Der wird richtig sauer, wenn man ihn nicht ernst nimmt und gerade will er etwas von dir oder deinem Ohr, ich bin mir nicht sicher.“ Er strich sie die brauen Locken aus dem Gesicht und klopfte den Staub von der Jeans.
„Eich-hörn-chen“, wiederholte Tarin erneut und drehte den Kopf, um das inzwischen auf seiner Schulter sitzende Wesen weiter betrachten zu können. Doch er erhaschte kaum einen Blick auf die runden, kleinen Augen, da sprang das ‚Eich-hörn-chen‘ auch schon in seine blonden Haare. Was es da wollte, war nicht nur ihm sofort klar.
„Es will mich töten! Es will mich töten! Aaaah!“ Urs‘ Flügel schlugen wie wild, als er kreischend höher stieg und damit die Aufmerksamkeit einiger umstehender Händler auf sich zog – die ihn ja nicht einmal sehen konnten.
Niko trat vor den Typen, der ihm einfach seinen Namen verschwieg, und streckte die Arme aus. Ein seltsames Summen brummte an seinem linken Ohr vorbei, was ihn kurz-zeitig an seinem Vorhaben, Jens aus den Haaren des seltsamen Kerls zu ziehen, hin-derte. Jens krallte sich daran fest und der blonde Mann zuckte und verzog das Gesicht. Diesmal brummte es an Nikos rechtem Ohr und er schlug wild durch die Luft, während Jens triumphieren die wiedergewonnene Freiheit feierte und sich auf die Hinterpfötchen stellte.
„Aaah!“ Getroffen trudelte Urs zu Boden und Tarin konnte gerade noch die Hand aus-strecken, um seinen kleinen Freund aufzufangen. Der blieb jedoch nicht lang auf seiner Handfläche liegen, sondern sprang gleich wieder auf und deutete anklagend auf den fremden Mann mit den langen Haaren, der sich als … Niko? Ja, als Niko vorgestellt hat-te. „Siehst du? Die arbeiten zusammen! Lauf, Tarin, lauf, die gehören doch zum König!“
Kopfschüttelnd legte Tarin eine Hand um den felligen Bauch des kleinen Varnirs und sah Niko entschuldigend an. „Verzeiht, mein kleiner Freund ist manchmal etwas … auf-brausend.“
„Aufbrausend? Aufbrausend! Du hast sie doch … Vorsicht, das Ding kommt!“
„Welcher kleine … Freund?“, fragte Niko und sah sich gründlich um. In der Gasse war niemand außer ihnen drein und diesen fiesen Insekten.
Jens löste sich aus den strubbeligem Haar und flitzte auf den Arm hinab zu der Hand, die der Typ so komisch hielt. „Alles okay mit dem zarten Patschepfötchen?“, scherzte er und sah plötzlich einen quietschroten, fellig wirkenden Punkt auftauchen und promt wieder verschwinden. „Was war das? Bist du ein Zauberer? Gut oder böse?“
Niko verdrehte die Augen aufgrund seiner dämlichen Frage, doch dieser Ort war ma-gisch und gefährlich.
Tarin konnte ein nervöses Lachen nicht unterdrücken und sah sich unsicher um. Noch immer starrten einige der Menschen, die sich auf dem Marktplatz in Onamdra drängten, zu ihnen hinüber. „Lasst uns doch mal da in die Richtung gehen“, murmelte er, verstärk-te seinen Griff um Urs‘ Bauch und zog den Fremden Niko einfach am Arm hinter sich her in eine der Seitenstraßen. Dann hob er beide Hände auf Augenhöhe und sah Urs streng an. „Dass du nicht einmal den Mund halten kannst! Wir sollten nur Vorräte kau-fen! Und was machst du? Schreist herum und legst dich mit einem Eich-hörn-chen an!“
„Hab gar nichts gemacht. Das Ding hat angefangen.“
„Das stimmt doch gar nicht!“
„Und ob!“
Es wurde immer abgefahrener. Wo, verdammt noch mal, hatte Henriette ihn hinge-schickt …
Der Typ sprach tatsächlich mit seinen Handflächen. Niko beugte sich nach vorn und besah sich den Handrücken, warum auch immer. „Jens, komm mit!“ Kurz überlegte er, ob es sich wohl um einen Zauberspruch handeln könnte, doch: ‚Dass du nicht einmal den Mund halten kannst! Wir sollten nur Vorräte kaufen! Und was machst du? Schreist herum und legst dich mit einem Eich-hörn-chen an!‘, klang wenig zauberhaft. Jens hüpf-te auf das rote Pflaster und kam, mit einem argwöhnischen Blick Richtung Himmel, auf ihn zu. Als das Nagetier anhielt, schnaufte Niko ungehalten und wandte seine Aufmerk-samkeit erneut den Handflächen zu. Wieder leuchtete ein roter, dicker Punkt auf, mit Augen, Fühlern und einem Mund. Niko stockte der Atem, als es blinzelte, aufgeregt: „das Ding“ sagte und zornig zu Jens über die Handfläche schielte. Dann waren die Handflächen wieder leer und er rieb sich die Augen. „Was hältst du da fest?“
Tarin öffnet den Mund, um diesem Niko einzureden, dass da gar nichts war – sah dann aber ein, dass das wohl keinen Sinn hatte. Seufzend hob er Urs etwas dichter vor Nikos Gesicht. „Das ist Urs. Ein Varnir. Du kannst ihn wahrscheinlich nicht sehen, weil du kei-ne Magie in dir trägst. Was man von deinem Eich-hörn-chen wohl nicht behaupten kann. Er … Urs, was soll das, lass mein Sonnenkraut los!“
„Ein Vampir?“ Niko legte den Kopf leicht zur Seite und beobachtete das Armband des fremden Kerls, welches plötzlich zuckte. Dann lachte er. „Ich dachte, die vertragen kei-ne Sonne. Und glaub mir, ich trage Magie in mir, wenn auch nicht viel. Und Urs ist die-ses rote, dicke Fellhäufchen?“ Jens sprang auf Nikos Schulter und beäugte das Arm-band nun ebenfalls. Die Sekunden, die er auf eine Antwort des noch immer Namenlo-sen wartete, verstrichen und Jens quietschte meckernd, wackelte mit dem megabuschi-gen Schwänzchen und hielt dabei Nikos Tunnel umklammert. Und als ob das nicht rei-chen würde, begannen seine Fußsohlen seltsam zu kribbeln und wurden taub.
„Ein Varnir“, wiederholte Tarin und konnte die Begeisterung kaum aus seiner Stimme bannen. „Genau, sein Fell ist rot. Du hast doch bestimmt schon von ihnen gehört, dass sie Gold mit sich herumtra… hey, ist alles in Ordnung? Was …“ Doch weiter kam er nicht, denn plötzlich war die Luft erfüllt von einem seltsamen grünen Schimmer und … etwas Funkelndem. „Oooh …“ Mit glänzenden Augen streckte Urs eine kleine Hand nach den glitzernden, grünen Partikeln aus, doch da waren sie auch schon wieder ver-schwunden. Genau wie Niko und sein Eich-hörn-chen. „Hä?“
Selten hatte Urs eine Situation so treffend beschrieben wie diese. „Wo sind sie denn hin?“, murmelte Tarin und sah sich um, suchte nach der Magie seiner Umgebung und spürte doch nichts als den roten Stein Onamdras. „Weg. Weg, das gefällt mir“, stellte Urs fest und erhob sich grinsend in die Luft, bevor er eine Augenbraue hob und noch einmal näher zu Tarin heranflog. „Lass uns das bloß niemandem erzählen. Männer mit Löchern in den Ohren und gruselige kleine Dinger. Das glaubt uns doch niemand.“

***

Neugierig geworden? Teil 1 der märchenhaften Reihe, „Verflixte Flüche – Voll verschlafen“ könnt ihr zum Beispiel hier bestellen.

Ihr wollt keine weitere Crossover-Szene verpassen? Dann schaut auch auf meiner Facebook-Seite vorbei, dort gibt es die immer zuerst 😉