Landkarte Mirandor

Hier seht ihr die Karte von Mirandor, die die wunderbare Antonia Sanker für mich gestaltet hat. Ich hoffe, sie hilft euch, euch in dieser Welt zurecht zu finden 🙂

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Mirandors Wälder

Es gibt vier große Wälder in Mirandor, von denen jeder seine Eigenheiten besitzt.

Der Phandras-Wald trägt seinen Namen aufgrund der Wesen, die darin leben. Phandras sind kleine, fliegende Wesen, die jegliche Magie blockieren, sodass sie nicht manipuliert werden kann. Die Menschen fürchteten sich vor ihnen und jagten sie, sodass sie heute nur noch in diesem Wald zu finden sind. Da Phandras Gefühle spüren können und sich vor jeglichen negativen Gefühlen – wie Angst – schützen, griffen sie die Menschen an, die sie verfolgten, was deren Angst nur noch mehr schürte. Heute betritt kaum einer diesen Wald, sodass er immer weiter zuwächst und verwildert.

„Die kahlen Bäume trugen so viele Äste, das im Frühjahr nur wenig Licht durch das dichte Blätterdach fallen würde, das jetzt den Boden bedeckte.“

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Vor dem Vadas-Wald und der ‚dort lauernden Gefahr‘ fürchten sich die Menschen. So geht dort niemand hin, obwohl erzählt wird, dass sich in seinen Tiefen eine Bibliothek befindet, in der man auf jede Frage eine Antwort finden kann.
Im östlichsten Teil des Waldes ist der Fluss, der dort hindurch fließt, immer gefroren.

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Der Nordwald ist ein dunkler Nadelwald, der aufgrund des wenigen Lichtes und des unwegsamen Geländes meist gemieden wird.

Sie lehnte den Kopf gegen den Stamm in ihrem Rücken und ließ den Blick umherschweifen. Die Bäume standen hier viel weniger dicht als in der Nähe des Gebirges, obwohl sie noch ziemlich weit in den Wald hineingegangen waren. Er hatte nicht mehr viel mit denen gemein, die sie kannte.“

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Der Westen wird hingegen von einem hellen Laubwald eingenommen, de Lebensraum für die verschiedensten Tiere ist. Vor allem im nördlichen Teil findet man die gefährlichsten Wesen Mirandors und im angrenzenden kleinen Gebirge auch die Moruks, die Reittiere der Soldaten. Der breite Mavo fließt direkt durch ihn hindurch und es regnet ziemlich oft. Hier versteckt lebt das Volk der Ayeelis – Menschen, die ein ungewöhnlich langes Leben führen und mit Tieren sprechen können.

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Imyrn und Vanall

Auf der größten zu Mirandor gehörenden Insel Imyrn befindet sich Kyons Tempel, hier findet noch immer die Auswahl des Gotteskindes des Winters statt. Die dort lebenden Menschen sind vor allem Seemänner, doch den Schiffshandel überlassen sie der Stadt Mindras. Sie fischen vor allem dir großen, wilden Fische des Meeres. Das Gebirge dort gilt als gefährlich.

„Als sie den Blick hob, sah sie die dunklen Wolken über dem Meer vor sich aufragen, wie eine dunkle Hand schienen sie nach den weiter draußen liegenden Inseln greifen zu wollen.“

Vanall ist die einzige Stadt auf der gleichnamigen Zwillings-Insel. Dort leben nur eine Handvoll Menschen, denn über diesen Inseln entladen die Gewitter, die im Süden entstehen und über das Calidras bis in den Norden ziehen, ihre ganze Kraft.  Durch die vielen Blitze wurde das dortige Gebirge schon vor langer Zeit zerstört und die Schätze, die die Felsen damals verbargen, freigelegt. Um sie fortzuschaffen, hat sich eine kleine Gruppe von Menschen zusammengetan, die dort unterirdisch leben und so den Gewittern entgehen. Wenn die zehn Jahre ihres dortigen Dienstes vergangen sind, können sich diese Menschen ein gutes Leben in Mindras leisten.

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Da’lin und Gandrum

Dieses Dorf liegt genau in einer Gabelung des Mavo, denn hier teilt sich das Wasser in einen kalten und einen warmen Strom und in jedem dieser beiden Teile leben die verschiedensten Fischarten. Einst war Da’lin nur ein kleines Fischerdorf, ist aber nach dem Krieg zu bescheidenem Wohlstand gekommen, da hier immer genügend Nahrung zu finden war. Gerade deshalb sind die Menschen hier aber auch sehr eigen geworden, sodass man hier nur fest leben darf, wenn man auch hier geboren wurde. So hat sich das Dorf seit vielen Jahren als einziges kaum vergrößert. Viele Reisende kommen nicht hierher, denn von Osten her müsste man entweder am Vadas- oder am Phandras-Wald vorbeigehen, um nicht ungeschützt unter freiem Himmel zu schlafen. Den Weg nehmen die meisten nur auf sich, um in die belebteren Städte Ilras oder Zaf’or zu gelangen. Die Fische können sie schließlich auch dort kaufen.

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Gandrum liegt an der Stelle, an der der Mavo am schmalsten ist. Bevor der Schiffverkehr zwischen Da’lin und Rianas so rege wurde, war dies die einzige Möglichkeit, auf die andere Seite zu gelangen. Heute werden hier die Schiffe gebaut, die für den Handel auf Fluss oder Meer benötigt werden. Hier ist die Erde dank des Flusses feucht und die Luft dank der nahen Wüste warm, wodurch nur hier die besonders schnell wachsenden Thianu-Bäume zu finden sind, deren Holz die perfekten Eigenschaften für den Schiffbau besitzt.
Zu erkennen ist dieses Dorf schon von weitem an den riesigen Hallen, in denen man das geschlagene Holz den Winter über lagert.

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Zaf’or

Diese eher kleine Stadt ist berühmt für die von dort stammenden Mäntel und die Medizin. Nur hier leben noch die riesigen Grahas, aus deren Wolle fast alle Mäntel Mirandors gemacht sind. Im Phandras-Wald, der direkt neben dieser Stadt liegt, finden sich in den warmen Jahreszeiten vor allem lindernde und heilende Kräuter. Die meisten Menschen meiden ihn, doch unter den ausgebildeten Heilerinnen ist es Tradition, an den Waldrändern an jedem Morgen die benötigten Pflanzen zu sammeln.

„Manchmal verirrte sich auch ein Emejar aus dem Westen hierher und erschreckte ein paar Kinder mit seinem hörnernen Geweih, aber auch diese mannesgroßen Tiere mit dem seltsam beschuppten Hals waren harmlos.“

Auch in der nicht weit entfernten Fluss-Stadt Da’lin wird mit dieser Medizin gehandelt.
Trotz dieses Handels gehört Zaf’or zu den eher armen Städten und besitzt nur einen hölzernen Schutzzaun. Die meisten Häuser sind mindestens dreistöckig und stehen gedrungen zusammen. Um die Mauer trotz der wachsenden Bewohnerzahl nicht erweitern zu müssen, wird stets so gebaut, dass jedem Haus bei Bedarf ein weiteres Stockwerk hinzugefügt werden kann. Außerdem stehen die Häuser dicht aneinander und sind kreisförmig angelegt, sodass nur eine einzige Straße in immer kleineren Bögen bis zur Stadtmitte führt. Einen Markt gibt es hier alle zwei Wochen und in dem großen Wirtshaus kommen alle Reisenden unter, die sich aus dem Westen auf nach Bogharn machen.
Mit den Soldaten haben diese Bewohner deutlich weniger Ärger, denn sie haben sich vor Jahren zusammengeschlossen, ihnen ein eigenes Quartier gebaut und versorgen sie gemeinsam mit allem, was sie brauchen. So bekommen die Männer, was sie wollen – und noch mehr –, lassen die Menschen aber in Ruhe.

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Rianas und die Suras-Wüste

Rianas ist die Hauptstadt des Südens und wurde früher oft ‚Stadt des Lichtes‘ genannt, da hier nahezu alle Lichtlenker zusammenlebten. Mit der Hilfe dieses Volkes konnte Tag und Nacht in den vielen Schluchten gearbeitet werden, die in der Suras-Wüste zu finden sind. Gefördert wurde hier neben allen möglichen Edelsteinen auch das Jiram-Metall, welches in der Lage ist, Licht zu speichern und nur langsam wieder abzugeben. Da die Dächer der Stadt mit diesem Metall überzogen wurden, wird es hier nie vollkommen dunkel. Heute wird es fast ausschließlich nach Bogharn gebracht, um nach und nach die ganze Festung damit auszustatten.

„Die Menschen fürchteten sich vor den Gotteskindern, deshalb wurden sie immer gefunden. Einmal hatte einer der Händler erzählt, in Rianas hätte sich das auserwählte Kind versteckt und war so erst unauffindbar gewesen, doch nach ein paar Tagen hatten es die Dorfbewohner selbst zu den Soldaten gebracht.“

Hier findet die Auswahl des Gotteskindes des Sommers statt.

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Es ist noch niemandem gelungen, die Suras-Wüste zu durchqueren und unbekannt, wie weit sie sich erstreckt oder was sich dahinter verbirgt. Hinter dem Mavo wurde kein anderer Fluss entdeckt, nicht einmal über eine Wasserstelle wurde berichtet. Die Ränder dieser Wüste bergen viele seltene Edelsteine, Erze und Metalle, ansonsten ist hier nichts als Sand und Hitze.

„Keiner von ihnen sagte ein Wort darüber, wie schön es doch war, das Gebirge überwunden zu haben, oder wie kalt es auf einmal auf dieser Seite der Berge war. Das Calidras-Gebirge hielt die warmen Winde der Suras-Wüste auf der südlichen Seite.“

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Mindras und Ilras

Mindras ist die einzige Stadt Mirandors, die direkt am Meer errichtet wurde – vor langer Zeit. Es wird erzählt, dass sie schon nach wenigen Tagen von den Fheenyas zerstört wurde. Dieses mystische Volk beherrscht der Legende nach das Meer und das Wetter und ist dazu in der Lage, Erinnerungen an sie selbst sofort wieder auszulöschen. So weiß niemand genau, ob sie wirklich tierähnliche Unterkörper haben, ob sie die Stadt vernichteten oder ob es sie wirklich gibt.
Heute steht Mindras einen halben Tagesritt von der Küste entfernt und ist mit die reichste Stadt des Landes. Die Bewohner betreiben als einzige Handel mit den beiden Inseln und vertreiben die darauf vorkommenden Pflanzen, Gesteine und die gefangenen Fische, die deutlich größer sind als die des Mavos.

Andere behaupteten, die Stadt sei von auf den Inseln lebenden Piraten zerstört worden und die Meereswesen nur eine Legende. Dennoch brachte jedes Schiff, das seine kostbaren Waren von einer dieser vielen kleinen Inseln ans Festland liefern wollte, einen Teil dieser Waren zu einer bestimmten Stelle, um passieren zu dürfen. Seitdem war kein Unglück mehr passiert und Mindras zu einer der größten und reichsten Städte in Mirandor geworden. Ob man nun die Fheenyas oder die Piraten mit den Waren zufriedenstellte, kümmerte nur noch wenige.“

Reisende erkennen Mindras schon aus weiter Ferne an den vielen aus weißem Stein gebauten hohen Aussichtstürmen mit den roten Dächern, von denen aus die anlegenden Schiffe rechtzeitig gesichtet werden können, um die Pferdekarren loszuschicken, die die Waren zu ihren Käufern bringen.

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Ilras, die Hauptstadt des Westens liegt mitten im Westwald an dem größten See des Landes, der bekannt ist für die vielen verschiedenen Fische, die in ihm leben. Früher gab es in diesem Wald unzählige kleine Dörfer, die sich vor einigen Jahrhunderten zu einer großen Stadt zusammengeschlossen haben, um sicherer zusammenzuleben.

„Leynas Mutter hatte immer davon geträumt, entweder die bekannten Heiler in Zaf’or zu besuchen oder den Tempelwald zu sehen. Sie selbst hingegen hätte viel lieber die dichten Wälder bei Ilras gesehen, die Göttertempel oder den Baum des Ursprungs.“

Die Menschen gelten als vollkommen friedlich und naturverbunden. In den Wäldern soll den Legenden nach das Volk der Ayeelis leben, welches man auch ‚die flüsternden Menschen‘ nennt – denn sie sind dazu in der Lage, mit jedem Tier und jeder Pflanze zu sprechen und jegliche Krankheit zu heilen.
Hier findet die Auswahl des westlichen Gotteskindes statt, da der Tempel des Frühlings nicht weit entfernt ist.

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Onamdra

Onamdra gehört bereits zu den nördlichen Städten, auch wenn es noch sehr weit im Osten liegt. Wie bei allen anderen großen Städten wurde auch hier während des Krieges vor mehr als 100 Jahren eine hohe Stadtmauer errichtet, welche genau wie jedes Haus und jeder der unzähligen Torbögen völlig aus rotem Stein besteht. Dieser wird im östlichsten Teil des Calidras-Gebirges abgebaut und verschaffte Onamdra auch den Namen ‚die rote Stadt‘. Manche nennen sie auch ‚Stadt der Händler‘, denn hier finden täglich gleich mehrere Märkte statt, auf denen mit allen möglichen Waren aus dem ganzen Land gehandelt wird.

„Noch im Schutz der Bäume verborgen besah Leyna fasziniert die auf einem Hügel liegende, mindestens drei Manneslängen hohe Stadtmauer aus massivem rötlichen Stein, die von einigen noch höheren Türmen überragt wurde. Sie reichten so unterschiedlich hoch in den Himmel, dass die Stadt ziemlich hügelig sein musste. Selbst zu dieser späten Stunde stieg noch Rauch auf und trübte die Luft über den Dächern Onamdras.“

Es gibt unzählige Gasthäuser, um all die durchreisenden Händler zu beherbergen, in den letzten Jahren zog es aber auch immer mehr von ihnen dauerhaft in diese Stadt. Durch die vielen noch im Rahmen der Stadtmauer gebauten Häuser sind die Gassen und Straßen immer enger und verwinkelter geworden und dazu ist es aufgrund der Nähe zum Gebirge noch sehr hügelig, sodass jeder Weg ständig auf und ab führt. Trotz ihrer großen Zahl geht es den Bewohnern vergleichsweise gut, denn die meisten von ihnen sind reich genug, um die Männer des Königs zu bestechen. Die übrigen wohnen im Osten, in den Armenvierteln der Stadt.

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Bogharn

Obwohl der Sitz des amtierenden Königs von außen eher anmutet wie eine riesige Festung, ist Bogharn eine Stadt für sich. Sie liegt im Zentrum des Landes, im Osten und Norden flankiert von den letzten Ausläufern des Calidras-Gebirges. Von hier erreicht man die größten Städte in wenigen Tagesritten und von den vier hohen Türmen aus kann man das Land weit überblicken. Diese Türme sollten eins die Macht der vier Götter symbolisieren. Auch heute noch gehen sie während der Auswahl in Flammen auf, sobald ein Gott sein Kind erwählt hat.

„Der König lässt die Gotteskinder nach Bogharn bringen, um uns zu beschützen, Leyna. Sie wollten damals die Macht an sich reißen!“, fuhr ihr Freund fort. „Warum zweifelst du noch immer daran?“

Außerdem ließ Keron die Mauern verstärken, sodass sie nun tiefschwarz und nahezu unzerstörbar sind. Früher kamen hier die Räte der Menschen und Gotteskinder zusammen, um ihren Herrscher zu beraten und die Geschicke des Landes zu lenken. Seit Keron die Macht an sich riss, leben hier vor allem die Soldaten seines Heeres. .

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Uvam, Imal und Sek’an

Die anderen östlichen Dörfer sind alle ähnlich aufgebaut wie Alanya, wenn auch größer. Dennoch müssen viele Familien zur Auswahl nach Alanya reisen, denn von dort aus haben die Soldaten einen kürzeren Rückweg nach Bogharn.
Da Uvam und Imal schon ziemlich weit im Süden und somit näher an der Wüste liegen, kommen hier bereits einige seltenee Edelsteine vor, mit deren Verkauf die Bewohner vorrangig ihr Geld verdienen. Früher kamen dort die Besucher des Tempels unter, doch seit dieser zerstört wurde, reisen nur noch wenige in den Osten.

„Die Städte im Calidras waren die einzigen, deren Namen sie neben dem der Hauptstadt kannte. Hier gab es außer den Dörfern Alanya, Uvam und Imal nur noch Sek’an sehr weit im Osten. Also waren sie weit entfernt von jedem Dorf, hier sollten keine Soldaten sein.“

In Sek’an lebten früher die Priester des Herbsttempels, sobald sie ihren Platz einem Nachfolger überlassen hatten und verbrachten dort ihre letzten Jahre in völliger Ruhe und Abgeschiedenheit. Was nach dem Krieg mit ihnen geschah, weiß niemand so genau, denn niemand ging seitdem dort hin. Nicht nur, um den Zorn des Königs und seiner Soldaten zu vermeiden – da die Götter fort sind, gibt es ohnehin niemanden mehr, dessen Rat oder Hilfe sie ersuchen könnten.

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